2026年04月09日 / ライフスタイル

Leistungsabfall durch soziale Netzwerke? Ist es das Smartphone oder die Art der Nutzung, die die schulischen Leistungen beeinträchtigt? – Die PISA-Studie zeigt die Kosten der "dauerhaften Verbindung" auf.

Leistungsabfall durch soziale Netzwerke? Ist es das Smartphone oder die Art der Nutzung, die die schulischen Leistungen beeinträchtigt? – Die PISA-Studie zeigt die Kosten der "dauerhaften Verbindung" auf.

Ist es wirklich die soziale Medien, die die Bildung beeinträchtigen?

Es wird gesagt, dass die schulischen Leistungen der Kinder sinken. Viele Menschen neigen dazu, sofort zu sagen: „Es liegt an den Smartphones.“ Tatsächlich hat eine neue Analyse aus Deutschland diese Intuition stark unterstützt. Die Analyse des IW Köln, die auf den Daten von PISA 2022 basiert, zeigt, dass je mehr Zeit für digitale Medien wie soziale Netzwerke und Spiele aufgewendet wird, desto signifikant negativer sind die Bildungsindikatoren. Der Hintergrund ist einfach: Die Zeit, die auf den Bildschirm absorbiert wird, reduziert die Zeit für Hausaufgaben, Lesen, Sport und Schlaf. Zudem zeigt PISA 2022 in Deutschland einen deutlichen Rückgang in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften, wobei Mathematik im Vergleich zu 2018 um 25 Punkte, Lesen um 18 Punkte und Naturwissenschaften um 11 Punkte gesunken ist. Inmitten der starken Besorgnis über die Bildungskrise verbreitete sich das Thema „SNS-Zeit“ schnell.

Allerdings verliert man den Kern der Sache, wenn man die Diskussion zu sehr vereinfacht. Die neue Analyse im Originalartikel zeigt die Richtung „Je länger die Nutzung, desto schlechter“, aber die PISA 2022-bezogene Analyse der OECD zeichnet ein komplexeres Bild. In Bezug auf digitale Unterhaltung nach der Schule oder vor und nach dem Schulweg zeigen in einigen Ländern Schüler, die die Medien moderat (2-4 Stunden pro Tag) nutzen, bessere Mathematikleistungen und ein stärkeres Zugehörigkeitsgefühl zur Schule als Schüler, die sie fast gar nicht nutzen. Ab etwa 4 Stunden sinken die Leistungen, und an Wochenenden verschlechtert sich der Trend ab 5 Stunden. Das Problem liegt also nicht in der digitalen Nutzung an sich, sondern in der „übermäßigen Nutzung“ und der „Nutzung, die andere Zeiten verdrängt“.

Ein weiterer nicht zu übersehender Punkt ist die Nutzung in der Schule. Laut der OECD verschlechtert sich die Beziehung zwischen der Zeit, die für digitale Geräte zu Unterhaltungszwecken in der Schule aufgewendet wird, und den Leistungen bereits ab einer Stunde. In einem anderen OECD-Dokument wird berichtet, dass Schüler, die in der Schule weniger als eine Stunde pro Tag Geräte zu Unterhaltungszwecken nutzen, in Mathematik 49 Punkte höher liegen als Schüler, die 5-7 Stunden nutzen. Auch nach Anpassung an den sozioökonomischen Hintergrund bleibt der Unterschied bestehen. 30 % der Schüler gaben an, dass sie während des Mathematikunterrichts von digitalen Geräten abgelenkt werden. Die Daten bestätigen die offensichtliche Tatsache, dass die Nutzung von IKT im Unterricht und die ablenkende Bildschirmzeit im Unterricht zwei verschiedene Dinge sind.

Wenn man diesen Punkt mit dem Lebensgefühl der heutigen Jugend vergleicht, wird die Diskussion sehr realistisch. Laut der JIM-Studie in Deutschland beträgt die Bildschirmzeit von Smartphones bei 12- bis 19-Jährigen durchschnittlich 231 Minuten pro Tag, fast 4 Stunden. Außerdem gaben in einer Umfrage der Vodafone Stiftung 73 % der Jugendlichen an, dass sie soziale Netzwerke länger nutzen, als sie möchten, und 56 % sagten, dass sie es reduzieren möchten, aber nicht können. Das heißt, es ist nicht nur ein Thema, über das sich Erwachsene einseitig Sorgen machen. Auch die Nutzer selbst haben bereits das Gefühl, „die Kontrolle zu verlieren“. Die Diskussion über den Rückgang der schulischen Leistungen steht in direktem Zusammenhang mit diesem Gefühl.

Auch die Reaktionen in den sozialen Medien sind nicht eindeutig gespalten. Auffällig ist zunächst die Reaktion „Regulierung ist notwendig“. Ein Beitrag von stern auf X stellt diese Forschung als „Material zur Unterstützung des Verbots von sozialen Netzwerken für Kinder“ vor, und ein Beitrag des ifo-Instituts auf X verbreitet stark, dass „85 % der Erwachsenen ein Mindestalter von 16 Jahren unterstützen“. Für diejenigen, die das Gefühl der Krise teilen, sind solche Zahlen sehr verständlich. Die Leistungen sinken, die Konzentration wird beeinträchtigt, und die Nutzer selbst haben Schwierigkeiten, aufzuhören. Daher sollte das Mindestalter und die Regulierung in Schulen verstärkt werden.

Auf der anderen Seite gibt es auch starke Gegenargumente, dass ein vollständiges Verbot das Problem nicht lösen wird. In einem Instagram-Beitrag des DIW Berlin wurde berichtet, dass es keine Mehrheit für ein generelles Verbot bis zum Alter von 16 Jahren gibt und dass niedrigere Altersbeschränkungen oder alternative Schutzmaßnahmen mehr Unterstützung finden. Der Kommunikationsaccount der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg argumentierte, dass nicht ein allgemeines Verbot von sozialen Netzwerken, sondern die Stärkung der Medienkompetenz notwendig sei. Medien, die sich mit Netzpolitik befassen, weisen auch darauf hin, dass die Zustimmung je nach Fragestellung der Umfrage stark variieren kann. Tatsächlich zeigte die ifo-Umfrage eine hohe Unterstützung für ein Mindestalter von 16 Jahren, aber eine DIW-Umfrage ergab, dass nur 33 % ein vollständiges Verbot bis 16 Jahren unterstützen, während 71 % ein Verbot bis 12 Jahren befürworten. Die öffentliche Meinung variiert stark je nach dem, was, bis zu welchem Alter und wie eingeschränkt werden soll.

Wichtig ist hier, die Achse der Diskussion von „ob man es nutzt oder nicht“ zu „in welcher Umgebung, in welchem Alter und wie man es nutzen lässt“ zu verschieben. Tatsächlich empfiehlt die Stellungnahme der deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, dass Kinder im Alter von 0-3 Jahren keine digitalen Medien nutzen sollten, dass Kinder im Alter von 6-18 Jahren unter 14 Jahren nicht nutzen sollten, dass Kinder unter 16 Jahren nur eingeschränkt nutzen sollten und dass für algorithmusbasierte soziale Netzwerke, Messenger und Videodienste eine effektive Altersverifizierung erforderlich ist. Gleichzeitig wird eine Einschränkung der Mitnahme und Nutzung privater Smartphones in Schulen, Medienkompetenzbildung ab der Grundschule, Unterstützung für Eltern und ein Verbot von „manipulativem Design“ bei Diensten für Kinder gefordert. Experten streben also nicht nach einer binären Entscheidung zwischen „vollständiger Freiheit“ oder „vollständigem Verbot“, sondern nach mehrschichtigen Maßnahmen, die den Alters- und Risikounterschieden gerecht werden.

Aus dieser Perspektive ist es gefährlich, die Ursache des Leistungsabfalls allein den sozialen Medien zuzuschreiben. Der Rückgang der PISA-Ergebnisse in Deutschland ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen, darunter die langfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie, sozioökonomische Ungleichheiten und die Sprachumgebung zu Hause. Auch wenn der Originalartikel besagt, dass der negative Einfluss der digitalen Zeit bestehen bleibt, selbst wenn man den beruflichen Status der Eltern, die Anzahl der Bücher im Haushalt und die zu Hause gesprochene Sprache berücksichtigt, kann man nicht sagen, dass die Leistungen zurückkehren werden, wenn man nur die Smartphones entfernt. Vielmehr liegt das Problem darin, dass das Design, das die Aufmerksamkeit zersplittert, die Nutzung, die schwer aufzugeben ist, und der Zusammenbruch des Lebensentwurfs, der die Lernzeit verdrängt, bereits in die Klassenzimmer eingedrungen sind.

Letztendlich geht es bei diesem Thema nicht wirklich darum, „ob man Kindern Smartphones geben soll“. Die eigentliche Frage ist, wer die verfügbare Zeit der Kinder stiehlt, inwieweit die Gesellschaft das designbedingte Konzentrationsdefizit zulässt und wie Schulen und Familien die Umgebung gestalten, ohne sich nur auf Selbstkontrolle zu verlassen. Es reicht nicht aus, sich nur auf Verbote zu stürzen. Aber die Phase, in der die freie Nutzung als selbstverständlich angesehen wird, ist ebenfalls vorbei. Die PISA-Zahlen und die Debatten in den sozialen Medien zeigen nicht die Frage, ob Bildschirme gut oder schlecht sind, sondern die ernsthafte Frage, ob man das Leben der Kinder, das auf übermäßiger Verbindung basiert, unbeaufsichtigt lassen kann.


Quellen-URL

  • Business Panorama
    https://business-panorama.de/news.php?newsid=6693973
  • stern. Erwähnung der Hauptpunkte der IW/INSM-Analyse, JIM-Studie und Vodafone Stiftung-Umfrage
    https://www.stern.de/politik/deutschland/social-media-macht-dumm--vielnutzer-sind-schlechtere-schueler-37288260.html
  • Offizielle Zusammenfassung der PISA 2022-Ergebnisse in Deutschland (KMK. Bestätigung des Rückgangs in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften in Deutschland)
    https://www.kmk.org/aktuelles/pressearchiv/mitteilung/pisa.html
  • Übersicht der internationalen Vergleichsdaten von PISA 2022 (Destatis. Bestätigung der deutschen Platzierung und des Vergleichs mit dem OECD-Durchschnitt)
    https://www.destatis.de/DE/Themen/Laender-Regionen/Internationales/Thema/bevoelkerung-arbeit-soziales/bildung/PISA2022.html
  • OECD-Politikanalyse (Unterschied zwischen moderater Nutzung nach der Schule und übermäßiger Nutzung, Auswirkungen auf Lebenszufriedenheit und Zugehörigkeitsgefühl zur Schule)
    https://www.oecd.org/en/publications/finite-time-to-learn-and-play_edbaa4bb-en/full-report/component-6.html
  • OECD-Analyse der Bildschirmzeit in der Schule (Unterhaltungsnutzung in der Schule, Ablenkung im Unterricht, Zusammenhang mit Mathematikleistungen)
    https://www.oecd.org/en/publications/managing-screen-time_7c225af4-en.html
  • JIM-Studie 2025 (Bestätigungsquelle für die Zahl, dass die Bildschirmzeit von Smartphones bei 12- bis 19-Jährigen etwa 4 Stunden pro Tag beträgt)
    https://mpfs.de/studie/jim-studie-2025/
  • Jugendstudie der Vodafone Stiftung (Bestätigungsquelle, dass 73 % der Jugendlichen das Gefühl haben, „zu viel zu nutzen“ und 56 % „reduzieren möchten, aber nicht können“)
    https://www.vodafone-stiftung.de/jugendstudie-2025-social-media/
  • Ergebnisse der ifo-Umfrage (Bestätigungsquelle für die hohe Unterstützung eines Mindestalters von 16 Jahren in der öffentlichen Meinung)
    https://www.ifo.de/pressemitteilung/2025-09-09/mehrheit-will-mindestalter-fuer-social-media-nutzung
  • Vorstellung der DIW/bezogenen Umfragen (Gegendaten, dass ein vollständiges Verbot bis 16 Jahren nicht mehrheitlich unterstützt wird, aber ein Verbot bis 12 Jahren hohe Unterstützung findet)
    https://www.diw.de/de/diw_01.c.1001545.de/soziale_medien__mehrheit_gegen_altersverbot_bis_16_jahre_____hohe_zustimmung_fuer_alternative_schutzmassnahmen.html
  • Gemeinsame Stellungnahme der Kinder- und Jugendpsychiatrie (Empfehlungen nach Alter, konkrete Maßnahmen für Schulen, Familien und Unternehmen)
    https://www.dgkjp.de/gemeinsame-stellungnahme-zur-nutzung-digitaler-medien-und-psychischer-gesundheit-von-kindern-und-jugendlichen/